Wau, wau Donauwörth-Hamlar,

nun find ich endlich mal Zeit euch wieder zu schreiben. Seit meinem schnellen Auszug (22.01.08) ist nun schon mehr als ein halbes Jahr vergangen und ich muss sagen, ich hab mich schon recht gut eingelebt und die Familie so richtig unter Kontrolle!! Sogar die Freundin von unserem Junior weiß, dass sie nur "etwas" Bewegungsfreiheit genießen kann, wenn sie Leckerlis in der Hand hält, ohne geht gar nichts! Da werd ich so richtig zum Kampfhund (aber nur wenn jemand hinter mir steht und mich anfeuert!).

Ich helf meinem Frauchen auch ein bisschen bei der Erziehung von unserem Junior. Sie sagt was sie in fast zwanzig Jahren nicht geschafft hat, schaffte ich in ein paar Minuten. Er ist ein schlechter Aufsteher und da spring ich halt immer in sein Bett zum Kuscheln und zum Scherzen, wenn er aber meint er kann drin liegen bleiben, ohne mit mir zu spielen, da hab ich ihm schon mal in den Po gezwickt! Ihr solltet gesehen haben, wie schnell der aus dem Bett gesprungen ist. Seitdem, wenn Aufstehenszeit ist und Frauchen lässt mich in sein Zimmer ist er immer ganz flott auf den Beinen. ! Dass hab ich doch toll gemacht, gell!!!!! Wenn er dann aus dem Haus ist, gehört das Bett mir, so wie es sein muss. Es ist einfach herrlich in dem Bett, es hat Übergröße und genau die richtigen Maße (140x220) für einen "Riesenhund" wie mich.

Mein Herrchen hab ich auch schon etwas umerzogen. Steter Tropfen höhlt den Stein sag ich da nur. Er hat nun eingesehen, dass auf der Wohnzimmercouch auch Platz für mich ist. Das Eckteil gehört nun mir ganz alleine. Jetzt teilen wir uns am Abend zum Fernsehen das Polster und es klappt wunderbar. Hab euch ja schon mal Bilder von meinem Wirkungskreis geschickt (da war ich noch etwas vorsichtiger in allem; aber jetzt hab ich meinem Dackelcharakter so richtig freien Lauf gelassen!) Den kleinen Hundekorb, den ihr da gesehen habt, der für Dackel geeignet sein soll, den hab ich vor ein paar Wochen austauschen lassen. Die "Wurstl-Oma" hat bei sich auf dem Speicher einen "wahnsinnstollen" Korb aufgestöbert, den ich sofort in Besitz genommen habe. Er ist noch von ihrem letzten Hund, einer Dogge, aber ich bin der Meinung er ist optimal für mich. Dort drin hab ich sooooviiiiiiiiiiiiiiiiiel Bewegungsfreiheit, wenn ich mich ausstrecke findet mich immer noch keiner!!!

Wurstl-Oma und Wurstl-Opa haben sich auf mich auch ganz schnell eingestellt. Sie haben immer etwas für mich zum Naschen parat und ich hab auch bei ihnen ganz tolle Sachen gelernt, wie z.B. jemand anstupsen wenn man etwas möchte oder Laut geben wenn man sich nicht beachtet fühlt, weil dann kommt einer von den Beiden gleich; herrlich (ich versteh es zwar nicht aber Frauchen findet es gar nicht so toll.).

Und dann sind da noch meine beiden Frauchens. Die Franzi ist zwar nicht sehr oft da, aber wenn, dann duftet sie immer so fein!!!!!!!! Aber nicht nur sie, nein auch ihr Auto. Der Geruch fasziniert mich jedes mal und läßt sie die Tür auf, dann sitz ich schon mal drin. Auch beherbergt ihr Kofferraum "Riesenleckerlis"; wenn ich manchmal eins stibitz oder auch eins bekomm, bin ich ewig damit beschäftigt. Einmal hat sie mich auch schon mitgenommen, dorthin wo es so gut riecht. Aber irgendwie war mir dies dann doch alles etwas suspekt. In den "großen Hütten" waren ganz große Tiere, die ganz komische Laute von sich gaben. Frauchen musste mich auf den Arm nehmen damit ich es überhaupt abschnuppern konnte und es mich nicht trat. Franzi konnte meine Aufregung überhaupt nicht verstehen und sagte immer "Raskal" sei ein ganz liebes Pferd. All ihr zusprechen half nichts, ich wollte nur noch raus und ins Auto. Seitdem nimmt sie mich nicht mehr mit, wenn sie in ihrer Freizeit zum Reiten fährt. Macht nichts, wenn sie heimkommt dann geht ein ganz besonderer Duft von ihr weg und das Ruhen auf ihrer Reiterhose genügt mir vollkommen.

Wenn das Wetter passt, verbring ich die meiste Zeit des Tages mit Frauchen draußen. Entweder wir gehen auf Mäuse- oder Hasenjagd oder wir sind im Garten. Aber selbst der Aufenthalt im Garten ist oft sehr aufregend. Da wir keinen festen Zaun haben, sondern nur Hecke und rings um uns Felder, kommen tgl. Hasen und Rebhühner bei uns vorbei. Hoch interessant. Ganz am Anfang durfte ich nur mit Schleppleine in den Garten, damit ich nicht durchbrenne haben sie gesagt. Nun, da ich die Hecken als echte Grenze akzeptiert habe, darf ich ohne Leine raus. Ein Wahnsinns Gefühl. Ich kann mich den ganzen Tag dort aufhalten und find immer neue Spuren. Letztens war ich im Garten auf Mäusejagd. Und was soll ich euch sagen, ich hab doch tatsächlich eine erwischt. Voller Stolz hab ich sie dann meinem Frauchen vor die Tür gelegt. Ich kann euch sagen, "die Freude war über groß". Mein Frauchen hat sich gar nicht mehr eingekriegt, denn die Maus hat nach genauer Betrachtung noch etwas gelebt. Bis sie dann endlich verstanden hat das ich eine Belohnung dafür möcht, das hat gedauert. Die Maus wurde dann entsorgt, was ich überhaupt nicht verstand, denn es wäre doch ein leckeres Abendfressen gewesen!!! Aber so sind sie halt, die Menschen.

Bei dem Hasen hab ich weniger Glück gehabt. Die Geschichte muss ich euch auch noch schnell erzählen: Frauchen dachte, nach dem ich nun schon so lange bei ihnen wohne und für einen Dackel eigentlich sehr folgsam sei, könnte sie es wagen mich auch ohne Leine laufen zu lassen. So durfte ich von nun an zu bestimmten Tageszeiten ohne Leine Gassi gehen. Am Anfang ein etwas komisches Gefühl, mit der Zeit aber kam der Drang nach Freiheit. Frauchen sagte immer: solange er auf´s rufen reagiert, hält sich dies alles noch im Rahmen. Und so wurden unsere Spaziergänge ohne Leine ausgedehnter und wir gingen auch über die Felder. Und ausgerechnet da, sprang kurz vor mir ein Hase aus seinem Versteck auf und lief mir ständig vor der Nase rum. Und eh ich wusste was zu tun sei, hier zu bleiben oder laufen, fingen meine Beine an zu rennen. Und ich rannte wie um mein Leben hinter dem Hasen her. Hörte keine Rufe, geschweige denn Pfiffe von meinem Frauchen (und die kann vielleicht pfeifen!!) mehr. Was macht der dumme Hase, der läuft doch tatsächlich ganz unkontrolliert hin und her, mal im zick zack, mal gerade aus und dann direkt in Richtung Straße und ich, ich natürlich immer fleißig hinter her. Was nun geschah weiß ich nur aus Erzählungen. Mein Frauchen rennt also in Richtung Straße, um den herannahenden Verkehr irgendwie aufzuhalten. Und es gelingt ihr. Gott sei Dank! Denn wie gesagt der Hase läuft auf die Fahrbahn und die Straße entlang und ich immer noch hinterher. Durch seinen ewigen Zickzackkurs kam ich allmählich aus der Puste und auf einmal war der Hase verschwunden. Also wurde ich dann langsamer und hörte plötzlich das Rufen und die Pfiffe vom Frauchen wieder. Also machte ich mich auf den Weg zu ihr. Doch was war das? Plötzlich taucht da ein Mann am Straßenrand auf ruft mir etwas zu und winkt mir mit einem Wiener Würstl. Was tun, für wen sollte ich mich nun entscheiden, fürs pfeiffende Frauchen oder dem Würstl? Na, ich wäre doch kein Dackel hätte ich mich gegen die Wurst entschieden. Also trabte ich langsam aber zielsicher in Richtung knieendes Würstl. Dort angekommen lobte mich der Fremde, gab mir die Wurst und hielt mich so lange fest, bis Frauchen kam. Sie redeten noch ein paar Worte mit einander, der Würstlmann streichelte mich noch einmal, stieg wieder in ein Auto und fuhr los. Danach löste sich langsam das Chaos auf der Straße auf und ich wurde an die Leine genommen. Geschimpft wurde ich überhaupt nicht, aber seither darf ich ohne Leine nicht mehr Gasse gehen. Macht auch nichts. Denn ich jag die Vögel, Hasen und Mäuse auch mit Leine.........

Besonders lieb ich den Mittagsschlaf. Den verbring ich dann mit Frauchen auf dem Sofa, entweder lieg ich ihr zu (auf den) Füssen oder ich leg mich direkt bei ihr auf den Bauch zum Kuscheln. Was ich meinem Frauchen noch beibrachte ist die Sache mit dem morgentlichen „Wellnessprogramm“. Jeden Morgen, wenn ich aus meinem Korb klettere, werd ich von Kopf bis zur Pfote so richtig durchgekrault. Ein herrliches Gefühl. Und wenn es für die eine Seite reicht, dann leg oder dreh mich ganz schnell zur anderen Seite, damit sie dort weiter macht. Erst wenn ich genug davon hab wird Gassi gegangen. Ich liebe dieses morgendliche Ritual. Was ich aber gar nicht so gern hab, sie sich aber überhaupt nicht abbringen oder davon beeindrucken lässt, ist die Pflege der Pfoten. Zweimal wöchentlich (meist am Abend vor dem Körbchen hüpfen) werden die Pfoten mit einem speziellen Balsam eingecremt und so lange geschmiert bis er eingezogen ist. Ich selbst versuch dann in meinem Bettchen dies alles wieder abzulecken.

Hab vor einigen Wochen einen wunderschönen bunten Ball bekommen. Den hat man dann mit etwas ganz herrlich schmeckendem gefüllt und mir zum Spielen gegeben. Da dieser Ball jedoch aus festem Kunststoff war, war dieser nach einmaligem Gebrauch nicht mehr zu gebrauchen. Nun haben sie mir einen aus weichem Gummi gekauft. Der ist noch interessanter als der andere. Der ist ebenfalls zum Füllen und hat auf der einen Seite ein Loch, im Ball selbst ein kleines Labyrinth. Wenn ich nun den Ball geschickt rolle, fallen dann aus dem Labyrinth die Köstlichkeiten heraus. Dieses Spiel find ich große Klasse und wenn es nach mir ging würde ich es am liebsten den ganzen Tag spielen. Leider wird er nur am Abend gefüllt, aber dann geht’s rund……………

Ich leg euch wieder ein paar Bilder bei, damit ihr seht wie ich gewachsen bin und wie´s mir geht.

Es grüßt euch mit einem kräftigen wau, wau

Wasti mit seiner Familie.

PS: Übrigens eure neu gestaltete Homepage find ich ganz toll.

 

Wasti Wasti Wasti

Aktualisiert ( Montag, den 17. August 2009 um 14:09 Uhr )