Die Hunde kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zu uns.
Sehr häufig sind sie “Scheidungsopfer” und können bei keinem der ehemaligen Ehepartner bleiben, weil beide wieder berufstätig werden der kleinere Wohnungen haben.
Immer öfter wird als Grund auch Wohnungswechsel angegeben, wobei wir natürlich nicht verstehen können, dass man nicht nach einer neuen Wohnung sucht, in der Tiere erlaubt sind.
Wird der Besitzer schwer krank oder muss ins Alten- bzw. Pflegeheim, muss das Hunderl auch zu uns, was sich oft sehr traurig gestaltet, da es in den meisten Fällen schon sehr alte Tiere sind, die sehr lange trauern, sich schwer eingewöhnen und meistens auch kein neues Zuhause aufgrund ihres Alters finden.

Geradezu in Mode sind Allergien gegen Tierhaar oder plötzlich auftretender Hygienetick. Auch wenn sich Nachwuchs einstellt muss das Haustier oft weichen.

Ca. 120 Hunde werden pro Jahr bei uns abgegeben, wobei ca. 30% wieder von ihren Besitzer abgeholt werden, für den Rest müssen gute Plätze gesucht werden. Auch etliche Ausreißer sind dabei, die uns wohlbekannt sind, weil sie in regelmäßigen Abständen bei uns abgegeben werden, nachdem sie wieder auf Tour waren.

Wenn so ein Hund zu uns kommt, wird er erstmal mit Futter versorgt und in Ruhe gelassen, bis er sich beruhigt hat. Die Aufregung und die lautstarke Begrüßung durch die anderen Hunde muss sich erst legen. Danach wird er untersucht und entwurmt.

Bei einem herrenlosen Hund geht noch am selben Tag eine Beschreibung des Tieres an die Zeitung und an Radio RT1 und oft werde gerade durch die Radiodurchsage ganz schnell das Herrchen gefunden. Meldet sich nach 3 Wochen der Besitzer nicht, kann das Tier weitervermittelt werden.

Während ausgesetzte Hunde meistens über den Unterschlupf bei uns froh sind, brauchen Abgabetiere meistens mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Sie trauern um ihr verlorenes Zuhause und brauchen eine ganze Weile bis sie begreifen, dass Herrchen oder Frauchen nicht mehr kommen.

Durch die von uns durchgeführte Gruppenhaltung (d. h. zwei oder drei Hunde in einem Zwinger) fügen sich die Bello´s und Fiffi´s jetzt besser ein. Mit einem Freund oder einer Freundin an der Seite lässt es sich doch besser leben als ganz allein im Zwinger und die Tiere sind viel ausgeglichener.
Auf dem hinteren Teil unseres Geländes haben wir ein Freigehege und dort können sich unsere Hunde in kleinen Gruppen nach Herzenslust austoben. Auch kommen Tierfreunde und gehen mit unseren Hunden spazieren.
Auch bei den Hunden wird eine Grundimmunisierung durchgeführt und sie werden tätowiert. Beim Aussuchen des neuen Herrchens oder Frauchens passen wir sehr genau auf. Hund und Herrchen müssen sich mögen, denn nicht jedes Tier passt zu jedem Mensch oder in jede Familie. Es gibt Hunde die keine Kinder mögen oder solche, die eine starke Hand brauchen. Wir haben Vierbeiner, die sich nur in Großfamilien wohlfühlen und welche, die lieber ein älteres Frauchen wollen.

Grundsätzlich geben wir keine Hunde für Zwingerhaltung ab und alle unsere Tiere sollen selbstverständlich Familienanschluss haben, schließlich ist der Hund ein Rudeltier und kein Einzelgänger.
In Beratungsgesprächen mit den Interessenten versuchen wir das richtige Tier und Zuhause zusammenzubringen. Es hat sich als Vorteil erweisen, dass die zukünftigen neuen Besitzer mit dem Hund ihrer Wahl einige Male spazierengehen bevor sie ihn mit nach Hause nehmen, weil sich Mensch und Tier auf diesem Wege am besten kennenlernen können.

Der Hund, der beste und treueste Freund des Menschen!