Katzen
Die Samtpfoten sind in jedem Tierheim die Sorgenkinder. Das liegt größtenteils daran, dass sie niemanden gehören oder gehören wollen. Durch diesen Umstand können sie sich unkontrolliert vermehren. Auch die Anfälligkeit für Krankheiten, besonders bei den kleine verwahrlosten Katzenkindern tragen zum Sorgenpaket bei. Dies bessert sich natürlich, wenn die Grundimmunisierung durchgeführt wurde.
Die meisten Katzen werden irgendwo aufgegriffen und dann zu uns gebracht. Eine wahre Katzenkinderflut erreicht uns immer im Frühjahr und im Herbst, besonders aus den ländlichen Gebieten. Oft bekommen wir auch die unerwünschten Jungen der eigenen Katze und stoßen dabei immer wieder auf Unverständnis bei der Bitte um Kastration des Tieres, damit die 2-maligen Geburten pro Jahr aufhören. Wenn die Kleinen Glück haben, werden sie zu uns gebracht, doch meistens werden sie irgendwo ausgesetzt, womit sich der Kreis wieder schließt ...... unkontrolliertes Vermehren.
Die weiteren Abgabe-Gründe sind Scheidung, Krankheit, Altersheim, Allergie usw.
Wennn also alle unsere Samtpfoten geimpft, kastriert und mit Chip versehen sind, wir ein neues Zuhause gesucht. Dabei achten wir auf folgende Umstände: Katzen, bei denen das neue Zuhause an einer verkehrsreichen Straße liegt, sollen unter allen Umständen nur im Haus gehalten werden. Lässt man sie ins Freie, würden sie mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit überfahren werden, das ist wohl nicht der Sinn eines neuen Zuhauses. Wenn die Kätzchen von klein auf ans Haus gewöhnt sind, gibt es auch keine Probleme bei der reinen Wohnungshaltung. Katzen, die schon mal Freilauf hatten, können nicht mehr nur im Haus gehalten werden, die brauchen Auslauf in verkehrsarmen Wohngebieten.
Berufstätige, die den ganzen Tag in der Arbeit sind, bekommen nur 2 Miezen (wegen der Einsamkeit eines Einzeltieres). Auch wenn die Katze ein Einzelgänger ist, braucht sie doch eine Bezugsperson. Bleibt das Tier den ganzen Tag allein, wird es verhaltensgestört.
Alte Leute sollen keine temperamentvolle junge Katze bekommen. Zu nervenaufreibend und stressig wäre für den Senior ein Stubentiger, der überall rumfegt, die Vorhänge hochklettert und nur Blödsinn im Kopf hat. Für diese Altersgruppe ist ein ruhige und ältere Katze, die selbst Zuwendung und Nähe sucht, gerade richtig.
Auch hochschwangeren Frauen raten wir von einer Katze ab. Erst wenn das Baby auf der Welt ist, sollten sie sich für eine Kätzchen entscheiden. Bis zu 90% der abgegebenen Katzen kommen wegen auftretender Allergien bei den Neugeborenen zurück ...... und immer ist die Katze schuld, auch wenn es nicht so ist.
Ca. 240 Katzen werden jährlich zu uns gebracht, nur 5% davon können in ihr Zuhause zurückgegeben werden. Die vielen Meldungen von verschwundenen Katzen, die bei uns eingehen, stehen in keinem Verhältnis zu den gefundenen Tieren. Immer wieder fallen sie Tierfängern zum Opfer, die mit Lockmitteln selbst die scheueste Katze einfangen können. Ganz stark im Kommen sind auch dubiose Sekten, die hauptsächlich schwarze Katzen für ihre abnormen Riten benutzen.
Also passen Sie gut auf Ihre Mieze auf und bieten Sie ihr ein sicheres Zuhause.


