Etwas seltener werden uns Wellensittiche oder Kanarienvögel gebracht, die sich verflogen haben und nicht mehr nach Hause finden. Diese munteren Zwitscherer geben wir sofort an unsere 2. Vorsitzende, Frau Sabine Leser, die unsere Vogel-Außenstation betreut. Im Jahr 1997 wurden bis zu 20 Vögel verschiedendter Art dort aufgenommen und wenn der Besitzer nicht mehr zu finden war, wieder in gute Hände weitergegeben. Unter den Ausreißern waren auch Nympfensittiche, ein Graupapagei und ein Beo. Ein Drosselkind und ein Elsterbaby wurden von Hand gepäppelt. Im Garten wurden dann die beiden Vögel wieder langsam ausgewildert, was hervorragend klappt, da dieses Federvieh auch in unseren Gärten heimisch ist. Ein Täubchen wurde in unserem Tierheim so gut versorgt, dass dies gleich mehrere Monate bei uns blieb, bis es sich ein neues Zuhause suchte.

Ab und zu werden auch Wildvögel bei uns abgegeben. Bussard und Co. werden zuerst einem Falkner vorgestellt und der stellt fest, ob das Tier nur leicht verletzt ist und von ihm gepflegt werden kann. Ist der Vogel schwerer verletzt, wird er sofort in die Vogelklinik nach Oberschleißheim gebracht. Dort wird das Tier ärztlich versorgt und nach der Genesung wieder in die Freiheit entlassen. In unserer Vogel-Außenstation werden die uns anvertrauten Piepmätze bestens versorgt.

Exoten sind in der heutigen Zeit sehr beliebt, doch jeder Vogelliebhaber sollte dringend darauf achten, dass er nur Sittiche und Papageien kauft, die auch bei uns gezüchtet werden. Das Elend der Wildfänge beim Transport in unser Land ist dermaßen groß, dass es für uns alle eine Selbstverständlichkeit sein müsste, solch einen Vogel niemals zu kaufen um so dem Elend vorzubeugen. Wir sind gerne behilflich, die richtigen Züchter zu finden und beim Vogelkauf zu beraten.