Fit für die Kälte: Tipps für den richtigen Umgang mit Tieren im Winter


Der Tierschutzverein Donauwörth weist angesichts niedriger Temperaturen darauf hin, dass auch Tiere unter den winterlichen Witterungsverhältnissen leiden können. Besonders beim Gassigang sei Vorsicht geboten. „Winterbekleidung" für gesunde Tiere sei aber unnötig und nicht artgerecht. Das Fell reiche als natürlicher Wärmeschutz in der Regel völlig aus.  Auf die täglichen Spaziergänge muss gerade bei gesunden Hunden nicht verzichtet werden. „Für den Gassigang gilt, zügig gehen, damit der Hund immer in Bewegung bleibt", rät Brigitte Scherb, 1.Vorsitzende. Wenn das Tier zittere, solle der Spaziergang jedoch sofort abgebrochen werden. Bei kurzhaarigen und kleinen Hunden könne es sinnvoll sein, statt eines ausgedehnten Spaziergangs mehrmals kürzere Gänge zu machen. Für viele Hunde ist der Schnee eine „kulinarische" Verlockung. Es ist allerdings ratsam, darauf zu achten, dass die Tiere ihn nicht zu sich nehmen. Die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz könnten zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen, so der Verband. Die Pfoten sollten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült werden, wenn sie in Kontakt mit Streusalz gekommen sind.  

Pferde, Rinder und Schafe können kalte Temperaturen gut vertragen. Bei extremen Temperaturen sei es jedoch ratsam, die Tränken regelmäßig daraufhin zu kontrollieren, ob das Wasser nicht eingefroren ist. Für die Tiere sei zudem ein Witterungsschutz wichtig - mindestens in Form von Windnetzen. Liegeflächen sollten tief eingestreut sein
 
Niedrige Temperaturen, Frost und Schneefälle erschweren die Nahrungssuche für heimische Vögel. der Tierschutzverein rät Tierfreunden, die ein Futterhäuschen oder Meisenglocken eingerichtet haben, auf geeignete Nahrung zu achten und täglich hinsichtlich der Vorräte zu kontrollieren. Verschmutzte Vogelhäuser können Brutstätten für Parasiten und Krankheitsträger sein. Zwar sind Krankheitsausbrüche an Fütterungen eher selten, es sollte dennoch unbedingt darauf geachtet werden, dass Futterhäuser sauber bleiben und regelmäßig gesäubert werden. Auch sollte man im Winter - auch bei Frost - zusätzlich Schalen mit Trink- oder Badewasser anbieten. Da das ausgelegte Futter in der Regel sehr trocken ist, benötigen die Vögel viel Wasser und dies ist im Winter oft nur schwer erreichbar. Es besteht auch nicht die Gefahr, dass das Gefieder vereisen könne. Derartige Befürchtungen wurden durch wissenschaftliche Beobachtungen widerlegt.