Bäumenheim-Hamlar (zic) - Voller Vorfreude nette Tierkollegen zu treffen, stand Paula Print vor dem Tor des Tierheims in Hamlar. Während die Ente noch die Hausklingel suchte, wurde sie schon von zwei vorlauten Hunden begrüßt. Hoffentlich stimmt das alte Sprichwort „Hunde, die bellen beißen nicht“, dachte sich Paula im Stillen. Noch bevor die Zeitungsente den Gedanken fertig gedacht hat, waren die Hunde schon mucks-mäuschen still. Der Grund: Sonja Hoffmeister, die Leiterin des Tierheims, war gekommen, um der Ente das Tor zu öffnen.
Kurz darauf kamen noch weitere Gäste dazu. 15 Kinder rannten durch das große Tor auf den Vorplatz des Tierheims. „So, da wir nun alle komplett sind, kann es ja losgehen“, begann Hoffmeister. „Dann sehen wir uns mal das zu Hause der vielen Tiere an.“ Super! freute sich Paula, dass sie nun auch die anderen Bewohner kennenlernen durfte.
Vorbei an Ziegen und Hasen, ging es zu den unterschiedlichen Katzenhäusern. „Oh schau mal, das kleine Kätzchen, wie süß“, rief eines der Mädchen, während sie schon zur Unterkunft hinrannte. Die haben es hier ja richtig chic, bemerkte Paula, als sie sich etwas näher an die kleinen Katzen heranwagte. Von oben nach unten, von links nach rechts, einfach kreuz und quer waren dünne Äste, aber auch etwas dickere Baumstämme zum Klettern aufgestellt. Sozusagen auf verschiedenen „Etagen“ gab es viele kleine Körbchen, die zu einer Schlummerstunde einluden. Und nicht zu vergessen das bunte Spielzeug, das zahlreich im Katzenrevier verstreut lag.
Eine Familie, die uns mitnimmt
Nach einigen Minuten tastete sich eine der Samtpfoten an die Zeitungsente heran. „Weißt du, wir sind hier zwar nie allein, trotzdem sehnen wir uns nach dem Tag, an dem eine Familie kommt und uns mit nach Hause nimmt“, mauzte ein Kätzchen. Denselben Wunsch hatten auch über 70 Hunde, die zurzeit hier in Hamlar eine Unterkunft gefunden haben. In unterschiedlichen Stimmlagen veranstalteten die Vierbeiner ein „Bell-Konzert“, als die Kinder vor den Zwingern standen. Einige von ihnen zeigten sogar kleine akrobatische Kunststückchen, um die jungen Besucher zu beeindrucken. „Da wird es ja ganz schön laut bei euch, wenn alle Tiere mal loslegen“, bemerkte Paula. Aber Hoffmeister sah das eher gelassen, schließlich liebe sie alle ihre kleinen Mitbewohner.
Kurz vor Schluss kam dann der Höhepunkt des Tages. Zusammen mit rund 20 Hundewelpen durften Paula und die Ferienkinder ins Außengehege zum Tollen und Spielen. Voller Übermut ging sprangen die Vierbeiner über die aufgestellten Hindernisse, balancierten über schmale Bretter oder rannten durch hohle Bäumstämme, bis nicht nur bei den kleinen Hunden die Zunge zum Hecheln aus dem Mund hing. Da war dringend eine Pause mit „Leckerlies“ gefragt.
(Quelle Donauwörther Zeitung 22.08.2009)